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GenerativeApp wurde gemeinsam von Michael Kraft (als BA-Thesis) und Michael Helmbrecht (als Facharbeit) im Wintersemester 2009/2010 an der HAWK FH Hildesheim Fakultät Gestaltung konzeptionell entwickelt und umgesetzt. Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Stefan Wölwer und Dozent Jens Franke aus dem Lehrgebiet Interaction Design.

Was ist GenerativeApp?

GenerativeApp ist eine multi-touch basierte Anwendung zur Erstellung von generativen Grafiken. Sie bietet sowohl Anfängern einen leichten Einstieg, als auch fortgeschrittenen Nutzern eine hohe Anpassungsfähigkeit. Da für viele Gestalter die klassische textbasierte Programmierung eine große Hürde ist, werden generative Prozesse in dieser Anwendung durch eine grafische Programmieroberfläche gesteuert.

Im Hauptbildschirm kann sich der Nutzer über ein Menü seine Bausteine zusammenstellen.

Warum wird die Anwendung über einen Multitouch gesteuert?

Da die Anwendung ebenso wie der gesamte Bereich der generativen Gestaltung eine gewisse Experimentierfreudigkeit und -bereitschaft vorraussetzt, bietet sich die Multi-Touch Eingabe an. Die Finger können als Eingabemedium hervorragend verwendet werden um generative Prozesse zu steuern. Es können Gesten definiert werden, mit denen der Anwender Parameter beeinflussen kann. Mit Fingern und Händen stehen dem Nutzer mehr Eingabemöglichkeiten zur Verfügung als bei einem einzelnen Mausklick.

Auf der Kompositionsfläche werden die Magnetsteine zu komplexen Algorithmen verbunden.

Wie funktioniert die grafische Programmierung?

Das Programmkonzept verwendet zur grafischen Darstellung von Programmierung ein System mit magnetischen Steinen. Jeder Stein steht für einen Algorithmus, ein zu zeichnendes Objekt oder eine Eigenschaft, die andere Steine verändern kann. Die Kanten der Steine sind magnetisch und dienen zur Verbindung untereinander. Wird ein Stein in der Nähe eines anderen losgelassen, so schnappen sie zusammen. Sie sind damit einander zugewiesen und beeinflussen sich gegenseitig.

Linien verbinden Punkte auf unterschiedlichen Kreisbahnen und ergeben dadurch interessante Muster. Eine weitere modifizierte Linienfunktion simuliert Haare.

Diese Kombination von Kreisen und Linien kann mit Mikroskopaufnahmen assoziiert werden.

Art by Code

So können mögliche Ergebnisse aussehen, die allein durch Programmierung entstanden sind. Die Parameter werden so lange angepasst, bis das Ergebnis dem gestalterischen Auge am Interessantesten erscheint. Im weiteren wurde meist für das endgültige Produkt der Ausschnitt entsprechend verändert, um den interessantesten Blickwinkel zu erhalten.

Sich immer wieder überlagernde verschiedenfarbige Linien.

Das Bild besteht aus extrem feinen Linien, die in sehr geringem Abstand gesetzt sind.

Die Kombination aus Kreis- und Linienfunktionen kann zu interessanten Ergebnissen führen.

Kreise in zufälliger Anordnung um einen Punkt simulieren einen Lensflare-Effekt.

Design by Numbers with Processing

Rechts stehenden sind nach den selben Prinzipien, allerdings rein durch Programmierung in Processing entstanden. Ein weiteres Tool mit dem sehr schnelle grafische Ergebnisse erzeugt werden können, jedoch ohne grafische Oberfläche.